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Tierheim am See rettet Hunde

2015-05-17 23:01 (Kommentare: 1)

Beitrag aus der MOZ vom 17.05.2015

  

Stehen exemplarisch für die anderen: Finn, Emmi und Charlotte sind aus Rumänien ins Tierheim am See in Eisenhüttenstadt gekommen. Einige der Hunde suchen noch den passenden Besitzer.

© MOZ

Jule hat es geschafft. Die rumänische Straßenhündin hat ein neues Leben in Brieskow-Finkenheerd begonnen - bei ihrem Frauchen Gudrun Runge und deren Mann Udo. "Das war Liebe auf den ersten Blick", erinnert sich die 64-Jährige, die eigentlich gar keinen Hund mehr haben wollte. Denn ihrer musste mit 18 Jahren eingeschläfert werden. Aber ihr Mann sei traurig gewesen und habe immer, wenn sie am Tierheim am See vorbeigefahren sind, gefragt, ob sie nicht doch mal einen Abstecher dorthin machen wollen. Irgendwann war es soweit. "Mir war das egal, wo der Hund herkommt. Wichtig war für uns immer, dass mit ihm alles in Ordnung ist", sagt Gudrun Runge. Den Mischling haben sie seit März. "Eine richtige Entscheidung", findet die Hundeliebhaberin.

Kürzlich sind 16 neue Hunde aus Rumänien im Tierheim eingetroffen, einige konnten bereits vermittelt werden. So aufgeschlossen wie Gudrun Runge stehen aber nicht alle Leute Hunden aus dem Ausland gegenüber. "Viele sind der Meinung, wir sollen erst mal die Tiere in Deutschland retten", sagt Jana Feister vom Tierheim. Dabei weiß sie, dass kein Hund lange in einem deutschen Tierheim verweilen muss. "Das Internet ist das Geheimnis. Wir laden schöne Fotos hoch und hinterlegen auf der Homepage vernünftige Wesensbeschreibungen." Zudem nutzt das Tierheim Facebook. "Wer die sozialen Medien nicht nutzt, braucht sich nicht wundern, wenn es mit der Vermittlung nicht klappt", meint die 23-Jährige.

Ihre Interessenten für die Hunde kommen auch aus Berlin, Leipzig und Dresden. Durch den Auslandstierschutz, den die Eisenhüttenstädterin betreibt, hat sie viele Verbindungen, daher klappt es mit einigen Vermittlungen noch schneller. Da kennt man sich und da wiederum kennt einer einen, der einen Hund einer bestimmten Rasse sucht. Aber auch bei Mischlingen, wie es die Straßenhunde oft sind, dauert die Vermittlung in der Regel nur drei bis vier Wochen. Manch ein Interessent hatte auch schon Pech und Jana Feister ließ ihn ohne Hund wieder gehen. "Viele sind schon bitterböse auf mich. Aber wenn es nicht passt, gebe ich den Hund nicht ab. Das kommt jede Woche einmal vor."

Manche kommen mit falschen Vorstellungen, haben dann etwa eine Wohnung im vierten Stock ohne Aufzug und interessieren sich für einen Hund, der nicht mehr gut auf den Beinen ist. Aber auch vom Tierschutz darf man laut Jana Feister keine falschen Vorstellungen haben. "Hier muss im Vorfeld geschaut werden, ob die Hunde eine realistische Chance haben, vermittelt zu werden." Bei einem Hund, der wild aufgewachsen ist, sei es besser, ihn zu kastrieren und ihn in Rumänien wieder auszuwildern. Denn, erklärt die 23-Jährige, "manche Hunde sind nicht mehr resozialisierbar."

Dafür, dass nur Hunde nach Deutschland kommen, die eine gute Chance haben, vermittelt zu werden, sorgt ein befreundeter Tierschutzverein. Er rettet die Hunde aus Tötungsstationen. In "Das kleine Licht", einer Tierschutzzeitschrift, wird das Leid der Hunde so beschrieben: "Am 2.9.2013 geschah ein tragisches Unglück, mit dem der Krieg gegen die Hunde begann. Ein vierjähriger Junge aus Bukarest wurde von Hunden totgebissen." Im Eilverfahren beschloss das dortige Parlament, das Töten aller Straßenhunde zu erlauben.

Später stellte sich heraus, dass Wach- und nicht Straßenhunde den Jungen getötet hatten. Die Folgen für letztere blieben trotzdem. "Für jeden gefangenen Hund bekommen die Fänger 72 Euro", erklärt Jana Feister. Die Nachwehen sind bei den geretteten Hunden oft nicht zu übersehen. Häufig fehlen ihnen die Schwanzspitzen. Andere Misshandlungen äußern sich zum Beispiel an fehlenden Augen.Vorurteile kommen noch hinzu. "Oft heißt es, die Tiere wären krank. Aber dem ist nicht so. Sie sind geimpft, gechipt und kastriert, wenn sie nach Deutschland kommen", betont Jana Feister. Genauso häufig werde sie gefragt, ob die Hunde stubenrein werden können oder ob sie Deutsch verstehen. Aber das alles funktioniert. "Viele Leute sind sogar vom vorbildlichen Benehmen der Hunde begeistert", sagt Jana Feister. "Und die Hunde sind einfach unheimlich dankbar für das Leben, das sie hier bekommen."

Telefon-Kontakt: 0173 9036140

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Kommentar von Robert Grabinski | 2017-01-02

Hallo ich würde vor meinem Tod ich euch besuchen. ich habe noch kraft aber lange werde ich nicht leben dann würde ich euch auch die erbe überweißen.
mit freudlichen grüße Robert Grabinski
PS. wie ich kommen bitte ich umdaruhm das mit letzte tagen mit Hunde und Katzen zu schlafen in einem Raum dann würde ich mich sehr freuen .Ich habe krebs noch zu leben pa jahre .....