Unerträglich ! Pressemeldung des Bezirks zum Hundeauslauf Schlachtensee

(Kommentare: 2)

Nachdem Markl-Vieto mit ihren Grünen Angst und Hass unter den Besuchern am Schlachtensee gesät hat, sonnen sie sich nun selbstgefällig in ihren Erfolgen !

Dabei werden tätliche Übergriffe auf friedliche Hundebesitzer toleriert, und verharmlosend als Missverständnisse abgetan !

Diese Arroganz ist schlichtweg unerträglich und an Selbstherrlichkeit nicht zu überbieten !

Die Realität sieht anders aus, Kinder werden von hasserfüllten Erwachsenen haltlos angepöbelt, Fahrradfahrer und Jogger fahren mit voller Geschwindigkeit Hundebesitzer über den Haufen und reißen sie zu Boden, eine selbsternannte Ordnungshüterin mit grüner Legitimation fährt bewaffnet mit Pfefferspray am Schlachtensee Patrouille, ein Radfahrer wirft einen alten Mann ins Wasser.

'Es muss gelingen, die Menschen von den Spielregeln des gemeinsamen Zusammenlebens zu überzeugen', so der O-Ton der Pressemeldung. Handgreiflichkeiten bis zur Körperverletzung, Hundebesitzer als Freiwild - das sind offensichtlich die Spielregeln, die Markl-Vieto mit ihren Grünen, toleriert durch die CDU im Bezirk und den SPD-Senat als Standard definieren wollen !

Steht auf ! Helft mit, diesen selbsternannten Volksvertretern ihre Grenzen zu zeigen ! Macht mit: Bürgerinitiative Berliner Schnauze, jeder Einzelne kann helfen !

Hier die sogenannte Pressemeldung ...

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Kommentar von Jesewitter | 2015-06-28

Die nüchterne Untersuchung der Pressemitteilung Nr. 400 vom 16.06.15 des Bezirksamtes Steglitz/Zehlendorf zum Hundeverbot an den Uferpromenaden von Schlachtensee und Krumme Lanke, das seit dem 15.05.2015 gilt, liefert Argumente für die These, dass Bürger dadurch diskriminiert und ausgegrenzt wurden und werden.

Die Überschrift der Mitteilung an die Presse 'Respekt und Rücksichtnahme an Schlachtensee und Krumme Lanke – Land, Bezirk und Berliner Forsten ziehen erste Bilanz der Neuregelung zum Hundeauslauf' soll wohl sagen, dass seit der Einführung des Hundeverbotes die Stimmung an den Seen friedlicher geworden sei. Das Gegenteil ist der Fall, siehe u.a.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/zehlendorf/offener-brief-zum-hundeverbot-am-berliner-schlachtensee-herr-buergermeister-wollen-sie-das-faustrecht/11875704.html

'Annahme der neuen Regelung'
Wer sich die Mühe macht, die Situation nach dem Hundeverbot an Schlachtensee und Krumme Lanke genau zu beobachten, kann feststellen, dass die Intensität der Nutzung des oberen Seeweges eher an Intensität verloren hat. Der Parkplatz bleibt immer häufiger auffallend leer, jedenfalls wochentags, auf der Seepromenade sind deutlich weniger Menschen zu sehen. Viele ehemalige Nutzer, bei weitem nicht nur Hundehalter, scheinen das Gebiet nun zu meiden.

'Bürgerreaktion und Bürgerprotest'
„Auf 100 Berliner kommen knapp 4 Hunde.“ (Pressemitteilung vom 18.02.2015 Bezirksamt-Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto, Leiterin die Abteilung Jugend, Gesundheit, Umwelt und Tiefbau, zu finden auf der Internetseite des Bezirkes). Berücksichtigt man diese Relation, ist die Feststellung „Die Reaktionen von Bürgerinnen und Bürgern sind überwiegend positiv (2/3 zustimmend, 1/3 ablehnend)...“ irreführend. Tatsächlich ist die Ablehnung des totalen Hundeverbotes durch Bürger viel höher einzuschätzen, weil rein rechnerisch mehr Menschen ohne Hund als mit Hund dagegen sein müssen.

Was Bürgerinnen und Bürger schreiben, die nun ihrer Möglichkeit beraubt wurden, ihren Hund wenigstens an der Leine um die Seen zu führen, wird nicht erwähnt. Eben sowenig die Tatsache, dass am 17.05.2015 zu einer Partei-Veranstaltung am S-Bahnhof Schlachtensee mit dem Motto, wir wollen „..die neue Erholungsqualität direkt genießen“, kein einziger weiterer Befürworter des Hundeverbotes an diesem Vergnügen teilhaben wollte.

'Vandalismus und Zerstörung der Hinweisschilder und der „Hundeampeln“'
Ob man nun damit einverstanden ist oder nicht, es handelt sich bei den Schildern und den Dutzenden von Holzpfählen, die im Zuge der „Neuregelung“ installiert wurden, um öffentliches Eigentum. Daher kommt es möglicherweise einer amtlichen Pflichtverletzung gleich, wenn erst jetzt Sachbeschädigung und Diebstahl angezeigt und geahndet werden.

Nicht genauer ausgeführt wird, welches Ausmaß „Vandalismus und Zerstörung“ haben. Geht man die besagten Strecken fast täglich ab, so findet man bereits seit einiger Zeit gar keine Schilder mehr, jedenfalls nicht dort, wo man mit dem Hund gehen darf. Von regelmäßiger Erneuerung ist nichts zu sehen. Bei einigen wenigen Holzpfählen sind Übermalungen der 'Ampelsymbole' vorgekommen (siehe 'Missverständnisse' in der Pressemitteilung), die in größeren zeitlichen Abständen wiederhergestellt wurden. Die Pfähle an sich sind augenscheinlich unversehrt.

Den Begriff 'Vandalismus' zu verwenden erscheint mutig angesichts der umfangreichen Baum- Abholzungen, die in diesem Frühjahr entlang einiger von Lastwagen leicht befahrbarer Hauptwege in einigen Bereichen des Forstes im Bereich Schlachtensee/Krumme Lanke vorgenommen wurden. Noch immer befinden sich riesige Holzstapel an den Wegen. Manche Gebiete sind so kahlgeschlagen, dass man sie selbst als regelmäßiger Besucher nicht mehr wiedererkennt. Aber vielleicht gehört das ja zur Pflege des öffentlichen Waldes. Fragt sich nur, warum andere, unzugänglichere Gebiete bislang unversehrt blieben.

Ebenso könnte man die Frage stellen, was von den Hecken-Rodungen, u.a. im Nieritzweg, zu halten ist, siehe http://www.stadtrand-nachrichten.de/wordpress/kein-heckendesaster-mehr-bvv-beschloss-rechtzeitige-information-bei-heckenrodungen/ und http://www.stadtrand-nachrichten.de/wordpress/wir-wollen-unser-grun-zuruck-hitzige-diskussion-uber-gerodete-hecken-am-nieritzweg/.

'Nummerierte Poller sorgen für mehr Sicherheit'...
„...für alle Erholung suchenden Menschen rund um die beiden Seen...“. Was aber ist, wenn man gar keine Erholung sucht, sondern zum Beispiel seinen Hund an der Leine an jenem Teilstück des Rundweges am Schlachtensee ausführt, an dem es erlaubt ist? Wenn dann jemand kommt, der meint, auch hier endlich mal richtig aufräumen zu dürfen? Der droht, drangsaliert und vielleicht sogar handgreiflich wird? Egal gegen wen, Kinder, Ältere, Frauen (s. o. Offener Brief)? Was muss man dann machen? Schnell zum nächsten Poller laufen, Nummer merken, Polizei oder Rettungsdienst anrufen (Handy nicht vergessen, ggf. üben, wie es geht!) und hoffen, dass die nichts gegen Hunde haben?

Immerhin scheint bei Land, Bezirk und Berliner Forsten angekommen zu sein, dass sich die Sicherheitslage irgendwie verschlechtert hat, sonst würde die Nummerierung ja keinen Sinn machen.

'Neue Bänke'
Was die Aufnahme dieses Punktes mit dem Hundeverbot zu tun hat, wird nicht näher erklärt. Es wird ein Loch im Erdreich angeführt, ein Hund soll es gegraben haben. Vor einer Bank, die von wem auch immer zerstört worden sein soll. Die in einem Wald stand, in dem es auch Wildschweine gibt, deren Natur es ist, nach Nahrung zu graben.

'Missverständnisse'
Rügen und Auffordern im öffentlichen Raum, sich an Recht zu halten, steht nur dem Staat zu. Er hat das Gewaltmonopol, sonst ist niemand befugt, auch wenn er sich noch so dazu berufen fühlt. Daher ist es gelinde gesagt mehr als fragwürdig, dass in diesem Punkt der Eindruck erweckt wird, und zwar durch Land, Bezirk und Berliner Forsten, also Institutionen, in deren Händen der Schutz der demokratischen Grundordnung liegt, dass ein falsch bemalter Poller Übergriffe als Missverständnis entschuldigt. Es gibt sicherlich Menschen, die das als Aufforderung zur Selbstjustiz begreifen würden.

An einem richtigen Missverständnis sind die Behörden selber Schuld und geben es auch zu:
„Aus der Beschilderung vor Ort wird nicht immer klar, wo ein Leinenzwang für die Hunde herrscht. Infolgedessen lassen Hundebesitzer ihre Hunde auch zum Badegewässer hinlaufen und darin baden.“ (siehe Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, Oranienstr. 106, 10969 Berlin - Informationen zu hygienischen Gründen für ein Mitnahmeverbot von Hunden an den EU-Badegewässern Schlachtensee und Krumme Lanke - In der Fassung vom Schreiben I F 1 vom 13.01.2015, zu finden auf der Internetseite des Bezirkes)

Unabhängig davon, ob die Gefahren für die Hygiene tatsächlich von Hunden ausgeht, was von der SPD in Steglitz/Zehlendorf am 18.02.2015 in Frage gestellt wurde ( siehe https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=5246&options=4), darf man daraus schließen, dass es die Verwaltung selbst war, die durch ungenügende Maßnahmen die Konfliktlage, um die es hier geht, entscheidend mit hervorgerufen hat.

'Probleme bleiben – Lärm und Müll'
Nachdem nun Menschen mit Hund nach über 90 Jahren - das Betreten der Seepromenaden mit Hunden war seit 1923 aus gutem Grund ausdrücklich erlaubt - vorerst mehr oder weniger erfolgreich des Platzes verwiesen wurden, stellt man fest, dass da ja noch andere Probleme sind: Lärm und Müll.

Die amtliche Reaktion:
„Mit Blick auf die gelegentlich lauten Partys am See, oft mit Alkohol und liegengelassenem Müll, werden die beteiligten Institutionen weiter nach Lösungen suchen. ...

Es muss gelingen, die Menschen von den Spielregeln des gemeinsamen Zusammenlebens zu überzeugen. Neben der direkten Ansprache, den bereitgestellten Mülleimern und Toilettenanlagen müssen notfalls finanzielle Strafen erhoben werden damit nicht diejenigen am Ende gewinnen, die sich dauerhaft auf Kosten aller anderen amüsieren wollen.

Die beteiligten Institutionen appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sich bitte in friedlicher Art und Weise über die unterschiedliche Zufriedenheit oder auch Unzufriedenheit mit der derzeitigen Situation an Schlachtensee und Krumme Lanke auszutauschen.“

Fragt sich, warum das nicht mit Hundebesitzern ausprobiert wurde.

Gelegentliche „Partys“, „ dauerhaft auf Kosten aller anderen amüsieren“, „Es muss gelingen...“, Strafen, Appelle „ an alle Bürgerinnen und Bürger“, weitere Lösungen (vielleicht wie im Falle des Hundeverbotes?) - es fällt schwer, darin ein durchdachtes Konzept zu erblicken.

Zum Schluss dann wird verkündet: „Die Entwicklungen an Schlachtensee und Krumme Lanke werden weiterhin in regelmäßigen Zeitabständen evaluiert.“

Da nicht weiter ausgeführt wird, um welche Art Evaluation es sich handeln wird, es aber ein Begriff aus der exakten Wissenschaft ist, darf man hoffen, dass im Auge behalten wird, ob das Hauptargument für ein Hundeverbot : „Die mit Abstand größte Gefahr für die beiden Seen geht dabei von Hundekot aus.“ (siehe https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/gruenflaechen/aktuelles/flyer-baden-und-hundeauslauf.pdf) aufrecht erhalten werden kann.

Das erfordert einen ziemlichen Aufwand: Bisher hat die Öffentlichkeit noch keinen Einblick in bereits evaluierte Studien bekommen, so zum Beispiel die sich aus dem Objektivitätspostulat einer sauberen Analyse ergebenden Messverfahren, die zweifelsfreie Zuordnung von Messwerten, die Berücksichtigung anderer Faktoren wie die Einleitung von Überläufen aus naheliegenden Siedlungen, den Eintrag menschlicher Fäkalien durch Badegäste, die Hinterlassenschaften von Wild (z. Bsp. Würmer) und mehr. Dann muss gewährleistet sein, dass auch wirklich in dem festgelegten Zeitraum kein Hund mehr baden geht, um ein signifikantes Ergebnis zu bekommen.

Ohne diese Maßnahmen wäre das Hundeverbot wohl nicht mehr als eine willkürliche Strategie, nicht ins politische Konzept passende Bürger in ihrer öffentlichen Teilhabe einzuschränken. Einiges spricht dafür, dass dem leider so ist.

Kommentar von chester | 2015-06-28

Hallo,
dazu kann ich nur sagen:
Erst heute erzählte man mir, das ein `alter` Hundebekannte an der krummen Lanke mit seinen Hunden kurz am Wasser war, um seine Hunde etwas trinken zu lassen. Er knicete zwischen seinen Hunden, während er einen Stoß in den Nacken bekam und nach vorne, ins Wasser fiel. Der Täter floh und der Betroffene drehte sich um und sprach 2 Damen an, die die Szenerie beobachtet haben, das sie ja das eben geschehene beobachtet hätten, zwecks Zeugenaussage. Sie bestritten etws beobachtet zu haben und zogen ihresWeges.
Nicht die einzige reale Geschichte, der letzten Wochen, der treuen Hundebegleiter. Es gab die ganzen 15 Jahre, die ich an der Krummen Lanke mit meinen Hunden spazieren ging zwar mal Streitigkeiten, aber das....???? Die Polizie stellt keine Knäulchen aus, das Ordnungsamt auch nicht, aber die Blockwarte der Bevölkerung lassen da ihren gesellschaftlichen Frust ab.
Das finde ich als Berinerin, Hundebesitzerin, naturliebende und Soziologin zum Speien!!!
(Wer Fehler findet, darf sie behalten :) )